10 Wege wie die Literatur in Zukunft noch cooler wird

Es dauert nicht mehr lange...

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1. Alleine können sie es besser

Klar, Self-Publisher sind auch heute schon keine Hicks-Teilchen mehr, in 50 Jahren wird es allerdings nicht nur normal, sondern auch die einzige Alternative für Autoren sein. Denn: Random House hat in 50 Jahren alle seine Konkurenten aufgekauft oder in den Ruin getrieben!

Das Ergebnis:

1. = wirtschaftlich: Google reißt sich darum nach Nestlé (letzter Lebensmittelkonzern) und Bayer (letzter Pharmakonzern) auch den letzten Verlag zu kaufen, um seinen Einfluss zu vergrößern

2. = literarisch: Zentral gesteuerte Einheits-Literatur, die der „breiten Masse“ gefällt.

Der Cyborg-Chef von Random House wird (selbstverständlich nach seiner Pensionierung) selber sagen, dass es nicht mehr darum ging, Bücher zu machen, die innovativ waren. Die im Schatten existierende Konkurrenz bestehend aus zukünftigen Autoren, Kinder der Leute, die heute zum Teil nicht einmal geboren sind, hat die große Chance mit ihrem bereits im Kindergarten antrainierten Wissen über Publizistik, Bildbearbeitung und Content Management ihre eigenen neuen Produkte (für die es heute nur die Namen Buch und E-Book gibt) zu veröffentlichen. Ganz alleine, ohne Verlag.

2. Es wird kurz

Ja, damit ist die durchschnittliche Länge eines Textes gemeint und wieder ja, ich weiß, dass euch diese Information nicht umhauen wird. Schon heute wagen ja viele diese Prophezeihung und auch meine äußerst unprofessionelle Studie ist zu dem Ergebnis gekommen: Was in einer kürzeren Zeit konsumiert werden kann, verkauft sich besser.

3. Es wird sich gewappnet

Das kann so verstanden werden, als dass zum einen in 50 Jahren vom Internet gar nicht mehr die Rede sein wird. Das Lunet (neuer, hipperer Name) wird so geläufig wie Toilettenpapier und so allgegenwärtig wie müffelnde Menschen in der U-Bahn sein. Um das Lunet zu benutzen muss sich jeder Nutzer mit seinen Daten (+ Kopie des Ausweises, Handynummer und Fingerabdruck) anmelden. Dadurch muss stets extrem aufgepasst werden, welche Seiten besucht werden und vor allem, was auf seinem Blog gepostet und in seinem E-Book geschrieben wird. Denn wenn es das Falsche ist, kann schonmal innerhalb einer halben Stunde ein Haftbefehl mit deinem Namen darauf aufgegeben werden.

4. Es wird wunderschön

Natürlich wird sich das Schulsystem genauso ändern wie alles andere auch. Bereits im Alter von 3 Jahren wird den Kindern der Umgang mit den „Neuen Medien“ (wie sie manche von uns noch kennengelernt haben) beigebracht. Mit 11 Jahren sind sie, dank neuer Methoden, die die Kinder auch im Schlaf lernen lassen, bereits fertig mit der Schulbildung. Auch wird in Zukunft bereits in der Schule mehr Wert auf Design und Marketing gesetzt, denn diese beiden Disziplinen werden noch wichtiger werden, als sie es heute schon sind. Also, was wird kommen? Es werden viel mehr, viel besser ausgebildete und viel „schönere/perfektere“ (Schönheitsoperationen mit Fern-Laser-Technologie im Kindergartenalter werden normal) Menschen versuchen ihre äußere Schönheit auf Produkte aller Art zu übertragen, auch auf „Bücher“! Die Seitengestaltung wie wir sie kennen wird überflüssig, denn in Zukunft wird für jede Person dasselbe Buch unterschiedlich aussehen, ganz so wie es der Leser bevorzugt!

5. Es wird live

Etwas über das Leben seines Lieblingsautors zu kennen ist nett, ihn leben zu sehen ist netter. Und so freue ich mich darauf die Autoren der Zukunft öfter echt atmen und echt lesen zu sehen!

6. Es wird günstig

Den großen Ausflug in die Wirtschaft der nächsten 50 Jahre spare ich mir mal, ich sage nur so viel, die nächste Krise kommt und sie wird riesig. Die Krise hat zur Folge, dass in Deutschland über 60% der Bevölkerung laut Definition „arm“ sein wird. So wird natürlich zuerst an dem gespart, was verzichtbar ist, also na klar woran sonst, an Kultur. Literatur wird Luxusgut und bleibt doch gegenwärtig. Die Politik will den Schein des belesenen und gebildeten Goethe-Volkes bewahren, schafft die Buchpreisbindung ab und ebnet damit den Weg für kostenlose Literatur.

7. Technix

Meinen Artikel hier lest ihr wahrscheinlich auf einem Laptop oder Smartphone, doch selbstverständlich wird es diesen Geräten genauso wie ihren Vorgängern ergehen, in Zukunft werden sie nur noch belächelt. In Zukunft werdet ihr Texte auf aufklebbaren E-Books lesen können, ihr werdet den Text in die Luft projiziert bekommen, ihr werdet für andere unsichtbaren Text durch eine smarte Kontaktlinse lesen können, ihr werdet 4D-E-Books erfahren können und vor allem werdet ihr direkt IN eurem Gehirn „lesen“ können, dazu später mehr!

Jedenfalls ist durch den Wandel der technischen Möglichkeiten zur Darstellung von Text, das Lesen zu einer ganz anderen Erfahrung geworden, was sich auch in den geschriebenen Texten wiederspiegelt!

8. Du bist das Buch! Human Reading

Ganz genau. Zwar wird die Technik in 50 Jahren auch noch zu verbessern sein, doch es wird eine öffentliche Betaversion zu kaufen geben, einmal für Leser, einmal für Autoren. Mit dem Kauf einer dieser Optionen stimmst du allerdings zu auf deine Persönlichkeitsrechte zu Gunsten einer Optimierung des Human-Readings zu verzichten.

Autoren: Es werden durch Sensoren (die implantiert werden müssen) deine Hirnströme ausgewertet und mit deinen äußeren Merkmalen sowie inhaltlichen Vorgaben zu einem Buch kombiniert, das du nur denken musst. (168€)

Leser: Durch ein Implantat im Gehirn, kannst du dir hauptsächlich, Bücher die durch das Implantat für Autoren erstellt wurden, herunterladen, die dann in deine Gedanken importiert werden. (134€)

Ach ja natürlich wird es auch eine Kombination aus Beidem geben (239€).

9. Social Reading

Ich kann es kaum glauben, normalerweise begegne ich ständig nur Leuten, die mir auf witzige Weise erzählen wollen, dass sie Menschen ja so sehr hassen. So bekam ich den Eindruck, dass ständig alle Leute nur alleine sein möchten und sich über der neuen Staffel „Orange Is The New Black“ oder „Game of Thrones“ die Fußnägel schneiden wollen. Doch musste ich feststellen, dass all das nur eine Maske ist. Es kann jetzt schon beobachtet werden wie Apps, die den Sinn erfüllen Menschen zusammenzubringen, durch die Decke gehen und in Zukunft werden sich immer noch alle nach Freunden im realen Leben sehnen, ja auch die Fans von Literatur.

Social Reading wie wir es uns heute vorstellen wird es natürlich trotzdem geben, jedoch wird in 50 Jahren gerade der Trend wieder zu Lese-Treffen im realen Leben gehen, also dann Social Reading mal anders.

10. Retro Baby

Ja auch in 50 Jahren wird es noch gedruckte Bücher geben, die Nostalgie liegt eben doch in jedem von uns 😉

Also vergesst nie: Die Zukunft der Literatur ist

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

always to be continued.

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